Trotz fortschreitender Verbreitung der Feuerbestattung, insbesondere in Ballungsgebieten, ist die Erdbestattung nach wie vor die meistgewählte Bestattungsform in ländlichen Gebieten und war im Christentum auch sehr lange Zeit die einzige Möglichkeit der Beisetzung.

Obgleich heute natürlich voll anerkannt, wird die Feuerbestattung von vielen Pfarreien nach wie vor nicht "gefördert", wie es etwa bei der Erdbestattung der Fall.

Manchen Menschen ist der Gedanke der Kremierung nach dem Tod auch schlicht unangenehm.

Außerdem sei zu erwähnen, dass nicht unbedingt der Zeitgeist der Grund für die steigende Rate der Feuerbestattungen in Großstädten der Fall ist, sondern vielmehr praktische Erwägungen (Platzproblematik) und auch finanzielle Gründe ein große Rolle spielen.

Der finanzielle Aspekt wird umso mehr verdeutlicht, wenn man bedenkt, dass die Grabgebühren immer weiter steigen, gleichzeitig aber an etlichen Friedhöfen nur noch zwei Personen pro Familiengrab zugelassen sind.

Was im Trauerfall grundsätzlich zu tun ist:

Bei einem Sterbefall zu Hause ist zuerst der Hausarzt zu verständigen, auch wenn der Notarzt bereits den Tod festgestellt haben sollte, da dieser in der Regel keinen Todesschein ausstellt.

Sollte Ihr Hausarzt nicht erreichbar sein, sollten Sie umgehend Ihrem Bestatter anrufen, dieser wird Ihnen bei der Kontaktierung eines anderes praktisches Arztes behilflich sein.

Nach der Ausstellung des Todesscheins kann der Verstorbene ins Leichenhaus überführt werden.

Anschließend wird mit dem Bestatter ein zeitnaher Termin vereinbart, in dem alles weitere geregelt wird. Die meisten Bestatter bieten die Möglichkeit dies auch bei Ihnen zu Hause zu machen.



Falls vorhanden, sollten Sie folgende Dokumente bereitlegen:


- Vom Arzt unterschriebene Todesbescheinigung (wird für die Überführung benötigt)

- Personalausweis des Verstorbenen

- Rentennummer

- Krankenkassekarte

- Lebensversicherungspolicen


Die folgenden Dokumente abhängig vom jeweiligen Familienstand des Verstorbenen:

Ledig: Geburtsurkunde

Verheiratet: Heiratsurkunde und das Stammbuch, sofern die Heirat nach 1958 erfolgt ist.

Geschieden: Rechtskräftiges Scheidungsurteil

Verwitwet: Sterbeurkunde des Ehepartners


Sollten Ihnen eine oder mehrere dieser Dokumente fehlen wird Ihnen Ihr Bestatter bei der Vervollständigung behilflich sein.



In dem persönlichen Gespräch mit Ihnen werden weitere Einzelheiten und die Organisation der Bestattung festgelegt, wie z.B.:

- Auswahl des Sargs

- Termin für die Trauerfeier

- Gestaltung der Zeitungsanzeigen und des Trauerdrucks (Sterbebilder).



Haufige Fragen / Verbreitete Irrtümer im Bestattungswesen.

Bin ich zur Wahl eines bestimmten Bestatters verpflichtet?

Ein weit verbreiteter Irrturm, der sich nach wie vor hartnäckig hält. Selbstverständlich steht die Wahl des Bestatters einzig dem nächsten Angehörigen des Verstorbenen zu, völlig unabhängig davon wo dieser seinen Sitz hat oder wer in Ihrem Friedhof gewöhnlich den Erdaushub erstellt.

Muss mein Grabstein bei einer Erdbestattung immer entfernt werden?

Nein. Sofern der Grabstein standfest und das Grab nicht ungewöhnlich kurz ist besteht hierzu keine Notwendigkeit.

Allerdings ist dies in manchen Friedhofssatzungen auch zwingend vorgeschrieben, in diesem Fall muss dann der Stein tatsächlich immer entfernt werden.

Kann dem Verstorbenen eigene Kleidung angezogen werden?

Das ist selbstverständlich möglich, und wird auch so gehandhabt. Lediglich bei einer Feuerbestattung sind so genannte Talare üblich, aber auch hier nicht zwingend vorgeschrieben.

An wen muss ich mich wenden wenn das Erdreich meines Grabes abgesunken ist?

Nach einer Erdbestattung ist es häufig der Fall, dass nach einiger Zeit das Erdreich absinkt, vor allem nach längerem Regen.

Wenden Sie sich hierzu an Ihren Bestatter, dieser wird das Erdreich in der Regel kostenlos auffüllen.